„Oral History“

 – Ein Zeitzeuge des zweiten Weltkriegs zu Besuch in der 9.Jahrgangsstufe –

Am Montag und Dienstag, den 25. und 26.06. 2018 kam Herr Wolfgang Finkbeiner, ein Zeitzeuge des 2. Weltkrieges zu uns in den Geschichtsunterricht der neunten Klassen, um uns seine Erlebnisse und Eindrücke der damaligen Zeit in Ulm näher zu bringen. Mithilfe seines Buches „Betrogene und missbrauchte Jugend zur Zeit des Dritten Reiches“ hat er uns viele Geschichten erzählt. Viele davon hat er selbst miterlebt.

Mit 16 Jahren wurde er, damals noch Schüler der Kepler-Oberschule, als Luftwaffenhelfer eingezogen und ausgebildet. Bei einem Fliegerangriff auf die Industrieanlagen von Ulm durch die Amerikaner wurde er in seinem zwei Meter tiefen „Einmannloch“ verschüttet. Eindrücklich beschrieb er uns, wie er zuvor die Detonation der Bomben um sich herum wahrgenommen hatte. „Die Geräusche und das Gefühl sind unbeschreiblich […] ich habe nur noch „Mutter“ gerufen“, erklärte uns der Neunzigjährige. Er konnte seinen Arm nicht mehr bewegen und wurde bewusstlos. Erst als er auf einer Trage ins Krankenhaus gebracht wurde, kam er wieder zu Bewusstsein.

Der ehemalige Konrektor unserer Schule hat bereits vier Bücher über seine Jugend und die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs verfasst. Wir Schüler fanden den Vortrag sehr interessant, weil er uns das Thema, das wir gerade in Geschichte behandeln, durch die Schilderung seiner furchtbaren Erlebnisse als Jugendlicher von damals beeindruckend vorgestellt hat. Für uns heute kaum vorstellbar. Für die Betroffenen musste es sehr schlimm gewesen sein, weil sie Not und Elend am eigenen Leib erfahren mussten.

                                                                                                              Ulrike Brümmer & Emili Summa (9b)

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